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Modell F

 

 
Flexible Bildungsgänge machen es möglich: Familie, Beruf und Weiterbildung passen unter einen Hut. Modell F will solche Weiterbildungsmöglichkeiten fördern. Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) wurde zusammen mit 12 anderen Schulen in das Projekt aufgenommen und bietet ab Herbst 2007 die ersten Bildungsgänge nach Modell F an.

 

Die Zahlen sprechen für sich: Über neunzig Prozent aller jungen Frauen in der Schweiz schliessen ihre Lehre oder Schule erfolgreich ab, doch in Bildungsgängen, die auf Berufsprüfungen oder höhere Fachprüfungen vorbereiten, sind sie massiv untervertreten. Nur etwa fünf Prozent aller Frauen im erwerbsfähigen Alter verfügen über Abschlüsse von Höheren Fachschulen oder Fachhochschulen. Insbesondere Frauen mit Kindern bilden sich hierzulande nur selten weiter. Und ihnen fehlen die fachlichen Kompetenzen, welche Voraussetzungen für die Übernahme von Leitungsfunktionen in Wirtschaft und Gesellschaft sind.

Flexibilisierung beruflicher Weiterbildung

Diese unbefriedigende Situation will Modell F verbessern. Das Projekt des Bundes Schweizerischer Frauenorganisationen alliance F, das vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) unterstützt und finanziert wird, entwickelt Standards zur Flexibilisierung von beruflicher Weiterbildung für Erwachsene. Das Ziel: Mehr Frauen und Männer bilden sich weiter. Die Studierenden können das Lerntempo selber bestimmen, das Studium unterbrechen, wieder aufnehmen und abschliessen. Und die während des Unterbruchs erworbenen Kompetenzen werden dem Bildungsgang angemessen angerechnet. „Der Idee des lebenslangen Lernens sollen endlich konkrete Angebote folgen“, sagt Rebekka Risi, Projektleiterin Modell F.

Die Fernfachhochschule kommt den Studierenden in diesen Punkten heute schon weit entgegen. Sie wurde nun in die Reihe der am Projekt beteiligten Schulen aufgenommen und wird ab Herbst 2007 die ersten Lehrgänge nach Modell F anbieten. Die Zusammenarbeit wurde im Dezember 2006 mit einem Vertrag offiziell beschlossen. „Insbesondere die Long-Distance-Lernformen der FFHS ermöglichen den Studierenden schon heute eine optimale Flexibilität“, sagt Rebekka Risi. „Ab Herbst 2007 werden voraussichtlich sämtliche Bildungsgänge der FFHS das Label „Modell F“ tragen.“

Fernstudium: Studieren neben Beruf und Familie

Die Studiengänge an der FFHS zeichnen sich durch ihre grosse zeitliche und örtliche Flexibilität und durch ihre Modularisierung aus. Der Präsenzunterricht mit Dozierenden an einem der Regionalzentren der FFHS macht nur rund ein Viertel der Arbeit aus. Die restlichen Dreiviertel werden anhand von Studienbriefen, Fernlernmaterialien und E-Learning abgewickelt. Diese grosse Flexibilität ermöglicht den Studierenden der FFHS schon heute, neben dem Studium weiterhin für die Familie zu sorgen, ihren Beruf auszuüben oder ihre Karriere im Spitzensport zu verfolgen. Das Gelernte kann zudem unmittelbar am Arbeitsplatz eingesetzt werden, wovon auch die Unternehmen profitieren.


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Zuletzt verändert 08.05.2009 12:42