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Statistik 2006/07: Zuwachs auf den höheren Schulstufen

Neuchâtel, 17.12.2007 (BFS) – Die seit einigen Jahren rückläufige Entwicklung der Zahl der Schülerinnen und Schüler auf der Primarstufe führt nun auch zu einer Abnahme des Bestandes auf der Sekundarstufe I. Ebenfalls verringert hat sich die Zahl der Kinder in der Vorschule. Die geburtenstarken Jahrgänge haben allmählich die obligatorische Schulzeit beendet, geburtenschwächere Jahrgänge rücken nach. Auf den übrigen Schulstufen nahm die Anzahl Lernender erneut zu. Dies geht aus den neuesten vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Ergebnissen zum Schuljahr 2006/07 hervor.

Vorschule

Nach einer leichten Zunahme in den letzten zwei Jahren hat die Zahl der Kinder in der Vorschule im Schuljahr 2006/07 um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 153'200 abgenommen. Die Altersverteilung blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil: Gemessen am Total der jeweiligen Altersgruppen in der Schweiz beträgt der Anteil der vierjährigen Vorschulkinder 38 Prozent, jener der Fünf- und Sechsjährigen 91 bzw. 61 Prozent. 26 Prozent der Vorschulkinder sind ausländischer Nationalität.

Obligatorische Schule

2006/07 besuchten insgesamt 797'900 Kinder und Jugendliche die obligatorische Schule. Dies entspricht einer Abnahme von 9'000 Lernenden oder -1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die obligatorische Schule umfasst die Primarstufe, die Sekundarstufe I und den Unterricht mit besonderem Lehrplan (sonderpädagogischer Bereich). Auf der Primarstufe hat sich der seit längerem beobachtete Rückgang erwartungsgemäss fortgesetzt (-1%). Weil die geburtenstarken Jahrgänge allmählich die obligatorische Schulzeit beendet haben, ist erstmals seit sieben Jahren auch der Bestand der Sekundarstufe I gesunken (-0,7%). Der Anteil an Lernenden ausländischer Nationalität in der obligatorischen Schule bleibt mit 24 Prozent stabil.
Nachdem die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit besonderem Lehrplan während über 20 Jahren stetig zugenommen hatte, bestätigt sich in diesem Bereich der bereits letztes Jahr konstatierte rückläufige Trend (-4,9%). Dies dürfte in erster Linie auf die zunehmende Integration von Lernenden mit besonderem Bildungsbedarf in die Regelklassen zurückzuführen sein. 2006/07 befanden sich 46'400 oder 5,8 Prozent der Kinder und Jugendlichen auf der obligatorischen Schulstufe in einer Sonderklasse oder Sonderschule. Der Anteil an Knaben im sonderpädagogischen Bereich bleibt mit 63 Prozent praktisch unverändert, ebenso der Anteil an Ausländerinnen und Ausländern mit 44 Prozent.

Sekundarstufe II

Auf der ersten nachobligatorischen Stufe wurden im Berichtsjahr insgesamt 325'800 Lernende unterrichtet (+2,6%). Die allgemein bildenden Schulen haben um 3,3 Prozent auf 94'900 Schülerinnen und Schüler zugelegt, darunter die Maturitätsschulen und die Fachmittelschulen mit einem Zuwachs von 2,9 bzw. 4,3 Prozent. Der Bereich der Berufsbildung ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 225'400 Lernende angewachsen. 16 Prozent der Jugendlichen und Erwachsenen auf der Sekundarstufe II sind ausländischer Nationalität.

Tertiärstufe

2006/07 befanden sich insgesamt 214'500 Studierende in einer Tertiärausbildung. Dies entspricht einer Zunahme von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. An den universitären Hochschulen waren 115'000 Studierende (+2,4%), an den Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen 57'200 Studierende (+5,6%) immatrikuliert. Der Bestand der höheren Berufsbildung ist auf 42'400 Studierende angestiegen (+6,1%). Diese vergleichsweise starke Zunahme dürfte allerdings teilweise auf die verbesserte statistische Erfassung zurückzuführen sein.


Weitere Informationen

  • Weiterführende Informationen und Publikationen in elektronischer Form finden Sie auf der Website des BFS (link)

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